Atelier  
   

Über die Bilder:

Die Ausgangssituation für die hier gezeigten Bildobjekte sind eine Werkgruppe abstrakter, konstruktivis-tischer Bilder größeren Formats, entstanden um1980 im Atelier in München.

Ende der 80ger Jahre zerstört, zerrissen und zerknittert, wurden Teile dieser Bilder wieder geglättet, in der Fläche verdunkelt (geschwärzt) und wieder zusammengesetzt in anderer Form, neu aufgebaut, zu Bildobjekten. Eine völlig neue Aussage und ein neues "Gesicht" der Bilder war entstanden: Lose auf der Wand hängende, nur oben befestigte Bildflächen, mürbe, spröde und flexibel. Linien und Flächen, in meist dynamischer Anordnung, oft aus der Architektur entlehnte Formen werden überzogen von einem Geflecht aus Sprüngen, Knittern und Rissen.

Nach meinem Umzug 1989 in mein neues Atelier in Schloß Hart bei Wasserburg am Inn, entstanden dann weitere Bildobjekte. Diesmal unter Verwendung dieser, auf diese Weise neu entwickelten Technik und der neuen Aussage, die durch die Zerstörung der Bilder entstanden war. Einen Teil dieser Arbeiten der letzten Jahre sind hier veröffent-licht.

Die Bildobjekte zeigen ihre Zerrissenheit, die Knitter und Falten souverän. Sie haben an Qualität nicht verloren. Sie sind nicht einfach nur gemalt worden, sondern wurden wei-terentwickelt zu darüber hinausgehenden, ganz eigenwilligen Bildobjekten.

Die Energie der Farben, die Dynamik der Linien und Flächen treten zurück, sind nicht mehr ganz an der Oberfläche, wirken aus der Tiefe heraus, nicht mehr der flächige oder perspektivische Malstil sind wichtig, auch nicht Technik und Perfektion.